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"Arbeiten für die nächste Generation"
29.06.2010 - NIDDA
Richtfest für naturwissenschaftlichen Neubau am Gymnasium Nidda gefeiert - Stärkung des Schulstandorts
(ih). "Der neue naturwissenschaftliche Bau am Gymnasium ist als Stabilisierung des Schulstandortes Nidda zu sehen", fasste Landrat Joachim Arnold am Montag beim Richtfest für den langgestreckten, zweigeschossigen Baukörper zusammen.
Der Neubau wird im Erdgeschoss drei Klassenräume haben. Im ersten Obergeschoss wird es vier naturwissenschaftliche Fachräume und einen Vorbereitungsraum geben, die über eine direkte Verbindung mit den bestehenden, frisch renovierten naturwissenschaftlichen Räumen des Nordflügels verfügen. "Sieben Räume auf 1000 Quadratmeter neuer Fläche in einer der modernen Schule angepassten, offenen Form, mit barrierefreien Zugängen, das sind Arbeiten für die nächste Generation", führte Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel aus.
Der Bedeutung der Baumaßnahme entsprechend, hatten sich viele Gäste beim Richtfest eingefunden: Lucia Puttrich, Mitglied des Bundestags, Lisa Gnadl und Klaus Dietz, Mitglieder des Landtags, die Kreistags- und Kreisausschussmitglieder Helmut Jung, Helmut Münch, Walter Pöllmann und Klaus Fischer, Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum, Dr. Rosemarie zur Heiden vom Staatlichen Schulamt, Jutta Zörb vom Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft sowie die Vertreter der beteiligten Firmen Hildebrand, AIP, Klöffel und Böckel. Von schulischer Seite hatten sich die Schulleitung, der Personalrat, die Schülervertretung, der Schulelternbeirat, die Vorsitzenden der fördernden Vereine und der Hausmeister eingefunden.
Der Neubau in Massivbauweise ist einer von rund 160 einzelnen Bausteinen mit einem Gesamtvolumen von 58 Millionen Euro, die der Wetteraukreis im Rahmen des Sonderinvestitions- und Konjunkturprogramms umsetzt.
Ein wichtiger Schwerpunkt bei der Zusammenstellung der Maßnahmen war die Verbesserung der naturwissenschaftlichen Fachräume. "Auf eine gute Ausbildung im naturwissenschaftlichen-mathematischen Bereich wird viel Wert gelegt. Damit kann der Weg zu einem späteren Ingenieurstudium bereitet werden", stellte Landrat Arnold dar. "Und wo Bildung angeboten wird, bleiben die Menschen eher wohnen."
Lucia Puttrich legte Wert auf die Feststellung, dass von den 2,1 Millionen Euro Gesamtinvestition 1,5 Millionen an Bundesmitteln in den Bau geflossen seien: "Einer der Schwerpunkte der bundespolitischen Maßnahmen ist die Bildung, und das sind nicht nur leere Worte." Außerdem fördere das Bauprojekt das Selbstbewusstsein der Region: "Wer hier im Wetteraukreis seine Ausbildung oder sein Abi gemacht hat, kann überall mithalten."
Schulleiter Andreas Hilge wies darauf hin, dass Bildung die einzige Ressource, die Zukunft des Landes sei. "Daher appelliere ich an die politisch Verantwortlichen, sich dafür einzusetzen, dass bei der Ausbildung unserer Jugend nicht geknausert wird." Er freute sich über das Erreichte und dankte allen Beteiligten, insbesondere auch den Firmen, die bei ihren zum Teil geräuschvollen Arbeiten auf schulische Belange Rücksicht genommen hatten.
Zimmermann Rainer Böckel sprach den Richtspruch nach guter alter Sitte, danach folgte ein Rundgang durch die Räume. Der Unterstufenchor unter der Leitung von Alexander Streit umrahmte das Richtfest mit dem Vortrag von "Die Gedanken sind frei" und "Der Vogelfänger".
Quelle: Kreis-Anzeiger
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